Auf die Gäste des Hotel Kukuriku wartet 2020 ein besonderes Erlebnis: Die Hafenstadt Rijeka (gut 15 km entfernt) ist in diesem Jahr Europäische Kulturhauptstadt und hat sich mit noch mehr Sehens- und Erlebenswertem herausgeputzt.

Spot an für den Hafen der Vielfalt

Rijeka, die größte Hafenstadt Kroatiens ist neben dem irischen Galway Europäische Kulturhauptstadt 2020 und will ihre vergessenen Orte wachküssen. Hunderte Kultur-Events versprechen besondere Reiseerlebnisse unter dem Motto „Hafen der Vielfalt“. 

Ein Streifzug durch die Geschichte

Wer vom Hafen aus den Blick über Rijekas Skyline schweifen lässt, taucht sogleich in die wechselhafte Geschichte der drittgrößten Stadt Kroatiens ein: vorn Paläste der Donaumonarchie, dahinter der Turm der Sankt-Romuald-Kirche aus der Zeit des Faschismus, sozialistische Plattenbauten und an den Gebirgshängen das mittelalterliche Kastell. Durch das Kommen und Gehen am Hafen trafen in Rijeka schon immer verschiedenste Nationalitäten, Religionen und Sehnsüchte aufeinander. Illyrer, Römer, Kroaten, Habsburger und Franzosen hinterließen ihre Spuren. 

Kreativität und Offenheit

Für Touristen war die Stadt in der Nachwendezeit vor allem eins: Durchgangsstation auf dem Weg zu den Inseln der Kvarner Bucht. Industriebetriebe schlossen, die Arbeitslosigkeit stieg. Leere Fabrikhallen, rostige Krananlagen – genau dieser morbide Charme lockte aber viele Kulturschaffende an. Rijeka ist im Wandel und gilt als liberalste Stadt Kroatiens, eine Besonderheit in diesem katholisch geprägten Land. Auch aus diesem Grund bewarb sich die Stadt mit dem Titel „Hafen der Vielfalt“. 

Rijeka 2020 präsentiert sich grün

Plätze, Straßen und Balkone werden mit heimischen Kräutern bepflanzt. Viel Geld fließt in Museen und Kulturzentren. Das Konzept: Aus alt mach neu. Eine ehemalige Motorradfabrik beherbergt nun das „Museum of Modern and Contemporary Art“. Leere Lagerhallen werden zum „Children’s House“ und zur neuen Stadtbibliothek umgebaut, auch eine Ausstellung zu neuen Wirtschaftsformen findet darin ihren Platz. Selbst die verrostete ehemalige Yacht von Jugoslawiens Staatsgründer Tito wird als kommunistische Antiquität zum Museum umgewandelt. Der Hafen gilt als zentraler Pol, um den sich die Aktivitäten drehen werden. Clubs, Cafés und ein neu aufgeschütteter Strand ziehen Besucher dorthin. 

Bummeln, Genießen, Entdecken

Wer das alltägliche Rijeka kennenlernen will, trinkt mit den Einheimischen einen Kaffee am Kazališni-Park mit Blick auf das Nationaltheater. In und rund um die Jugendstil-Markthallen verkaufen Bauern Obst und Gemüse und die Fischer ihren Fang. Auch kulinarisch genießen Gäste die Vielfalt: Kaffeehäuser nach Habsburger Art, beste italienische Restaurants und natürlich Konobas, die typisch kroatischen Lokale, sind gleichermaßen reizvoll. Nach einem Spaziergang über die Uferpromenade fehlt noch der „Korzo“, die Fußgängerzone. Stolz präsentiert sie sich mit ihren Fassaden, die von der reichen Geschichte der Stadt zeugen.